Ein umfassender Leitfaden zur Projektterminplanung mit den wichtigsten Schritten, gängigen Methoden, Kategorien von Projektmanagementsoftware, Zertifizierungen und einem ausführlichen Glossar.
Einleitung
Wer sich erstmals mit der Terminplanung von Projekten beschäftigt, steht schnell vor zahlreichen Fragen: Wie erstellt man einen schlüssigen Projektzeitplan? Welche Werkzeuge eignen sich dafür? Und wie lassen sich Aufgaben, Abhängigkeiten und Ressourcen sinnvoll miteinander koordinieren?
Dieser Leitfaden richtet sich zwar in erster Linie an Einsteiger, bietet jedoch genügend Tiefe, um auch Projektmanagern und Projektplanern mit mehr Erfahrung als hilfreiche Orientierung zu dienen.
Sie möchten die Grundlagen einer effektiven Projektterminplanung besser verstehen? Dann beginnen wir mit den wichtigsten Schritten.
Kapitel 1: Die ersten Schritte
Zunächst ist es wichtig, zwischen Projektplanung und Projektterminplanung zu unterscheiden. Die Terminplanung ist ein Bestandteil des gesamten Planungsprozesses, spielt jedoch eine entscheidende Rolle dabei, Projekte termingerecht abzuschließen. Denn wie lässt sich beurteilen, ob ein Projekt im Zeitplan liegt, wenn es keinen belastbaren Terminplan gibt?
Ein sorgfältig erstellter Projektzeitplan dient während des gesamten Projektlebenszyklus als Orientierung und hilft dabei, die Umsetzung mit den gesetzten Zielen in Einklang zu halten.
Die folgenden Schritte bilden die Grundlage für einen effektiven Projektzeitplan.
1. Projektumfang definieren
Beziehen Sie alle relevanten Stakeholder in diesen wichtigen Schritt ein.
Der Projektumfang beschreibt klar die gewünschten Projektergebnisse und die Anforderungen, die für deren Erreichung erfüllt werden müssen. Darüber hinaus werden die benötigten Ressourcen sowie Kosten- und Zeitrahmen festgelegt.
Auf Basis des Projektumfangs erstellen Sie einen Projektstrukturplan (Work Breakdown Structure – WBS). Dieser bildet die gesamte zu erledigende Arbeit ab und unterteilt sie in klar definierte Arbeitspakete und Ergebnisse.
2. Reihenfolge der Aufgaben festlegen
Sobald Projektumfang und Work Breakdown Structure (WBS) feststehen, lassen sich daraus die erforderlichen Aufgaben ableiten.
Dabei ist wichtig: Die WBS beschreibt, was erledigt werden muss – nicht wie oder wann.
Nachdem alle Aufgaben identifiziert wurden, bestimmen Sie deren optimale Reihenfolge und schätzen den erforderlichen Zeit- und Ressourcenaufwand für jede einzelne Aufgabe.
3. Aufgaben in Projektphasen gruppieren
Jedes Projekt lässt sich in verschiedene Phasen unterteilen, die jeweils bestimmte Ziele verfolgen.
Typischerweise umfasst ein Projekt fünf grundlegende Phasen:
1. Projektkonzeption – die Idee
In dieser Phase wird die grundsätzliche Tragfähigkeit des Projekts bewertet. Dabei werden sowohl der potenzielle Nutzen für die Organisation als auch die Machbarkeit betrachtet.
2. Definition und Planung
Der Projektumfang wird konkretisiert und die erforderlichen Aufgaben werden definiert. Außerdem werden Budget, Zeitplan und benötigte Ressourcen festgelegt.
3. Projektstart
Die eigentliche Umsetzung beginnt. Ressourcen werden zugewiesen, Aufgaben ausgeführt, Meetings durchgeführt und regelmäßige Statusinformationen bereitgestellt.
4. Leistungsüberwachung
Mithilfe von Key Performance Indicators (KPIs) wird der Projektfortschritt mit den definierten Erwartungen und Zielen verglichen.
5. Projektabschluss
Die letzte Phase markiert den Abschluss des Projekts. In einer nachgelagerten Projektevaluation, häufig in Form eines Abschluss- oder Lessons-Learned-Meetings, wird analysiert, was gut funktioniert hat und wo Verbesserungsmöglichkeiten bestehen.
4. Aufgabenabhängigkeiten identifizieren
Sobald alle Ergebnisse und die dafür erforderlichen Arbeiten bekannt sind, können die Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Aufgaben abgebildet werden.
Dabei geht es darum festzustellen, welche Aufgaben erst begonnen oder abgeschlossen werden können, nachdem eine andere Aufgabe gestartet oder beendet wurde.
Die Abhängigkeitsstruktur macht somit die Beziehungen zwischen den verschiedenen Aufgaben sichtbar.
Es gibt vier grundlegende Arten von Abhängigkeiten:
Ende-Anfang (Finish-to-Start – FS) Eine Aufgabe muss abgeschlossen sein, bevor die nächste beginnen kann.
Anfang-Anfang (Start-to-Start – SS) Eine Aufgabe muss begonnen haben, bevor die nächste beginnen kann.
Ende-Ende (Finish-to-Finish – FF) Eine Aufgabe muss abgeschlossen sein, bevor oder gleichzeitig mit einer anderen Aufgabe abgeschlossen werden kann.
Anfang-Ende (Start-to-Finish – SF) Eine Aufgabe muss beginnen, bevor eine andere abgeschlossen werden kann.
5. Den kritischen Pfad bestimmen
Der kritische Pfad ist die längste Abfolge voneinander abhängiger Aufgaben innerhalb eines Projekts. Diese Kette bestimmt den frühestmöglichen Fertigstellungstermin des gesamten Projekts.
Verzögert sich eine Aufgabe auf dem kritischen Pfad, verschiebt sich auch der Abschluss des Projekts. Eine Verzögerung bei einer Aufgabe außerhalb des kritischen Pfads muss dagegen nicht zwangsläufig Auswirkungen auf den Endtermin haben. Solche Aufgaben verfügen über einen gewissen Puffer bzw. Zeitspielraum (Float).
Nehmen wir als Beispiel eine Produkteinführung. Wenn „Design finalisieren → Prototyp erstellen → Benutzertests durchführen“ den einzigen Weg vom Projektstart bis zum Abschluss bildet, liegen alle drei Aufgaben auf dem kritischen Pfad. Verzögert sich das Design um eine Woche, verschiebt sich auch die Produkteinführung um eine Woche.
Kann dagegen eine vierte Aufgabe wie „Verpackung bestellen“ zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb dieser sieben Wochen erledigt werden, ohne den Endtermin zu beeinflussen, verfügt sie über einen Zeitpuffer und liegt nicht auf dem kritischen Pfad.
Die Kenntnis des kritischen Pfads zeigt somit, wo besondere Aufmerksamkeit erforderlich ist. Aufgaben auf dem kritischen Pfad sollten eng überwacht und gegebenenfalls mit Puffern versehen werden. Aufgaben außerhalb des kritischen Pfads bieten dagegen mehr Flexibilität.
Dies ist der Grundgedanke der Critical Path Method (CPM), einer der am häufigsten eingesetzten Methoden der Projektterminplanung.
6. Projektmeilensteine definieren
Meilensteine sind wichtige Orientierungspunkte im Projektverlauf. Sie helfen dabei zu beurteilen, ob sich das Projekt weiterhin auf dem richtigen Weg befindet.
Im Gegensatz zu Aufgaben haben Meilensteine keine Dauer. Sie kennzeichnen wichtige Fortschrittspunkte auf dem Weg zum Projektziel.
Typischerweise werden zwei Arten von Meilensteinen unterschieden:
Interne Meilensteine: Sie werden vom Projektteam verwendet, um den Fortschritt zu verfolgen und Termine einzuhalten.
Externe Meilensteine: Sie werden mit Stakeholdern, Marketingteams oder gegebenenfalls der Öffentlichkeit geteilt und sind häufig an übergeordnete Projektphasen gekoppelt.
7. Personalressourcen zuweisen
Sobald der zeitliche Ablauf der Aktivitäten definiert ist, können Rollen und Verantwortlichkeiten zugewiesen werden.
Ordnen Sie Aufgaben den Personen zu, deren Kompetenzen und Erfahrungen am besten zu den jeweiligen Anforderungen passen.
Dabei sollte berücksichtigt werden, dass Teammitglieder nur selten 100 % ihrer Arbeitszeit einem einzigen Projekt widmen können. Häufig werden beispielsweise rund 80 % der verfügbaren Kapazität für Projektaufgaben eingeplant, während 20 % für andere Aufgaben und administrative Tätigkeiten verbleiben.
8. Start- und Endtermine festlegen
Nach Fertigstellung des Projektzeitplans besteht ein klares Bild über die zeitliche Lage der Meilensteine und die Gesamtdauer des Projekts. Nun können Start- und Fälligkeitstermine verbindlicher festgelegt werden.
Dabei sollten Sie:
- Feiertage und Abwesenheiten der Teammitglieder berücksichtigen;
- Aufgabenabhängigkeiten vollständig abbilden;
- eindeutige Meilensteine definieren;
- realistische Aufgabendauern festlegen;
- die Projektdauer bestimmen, bevor der endgültige Fertigstellungstermin festgelegt wird;
- Teammitglieder nur mit einem realistischen Anteil ihrer Kapazität einplanen;
- Puffer für unerwartete Änderungen berücksichtigen;
- flexibel auf notwendige Umplanungen reagieren können;
- einen Alternativplan für unerwartete Entwicklungen bereithalten.
Kapitel 2: Die wichtigsten Methoden der Projektterminplanung
Nachdem die grundlegenden Bestandteile eines Projektzeitplans bekannt sind, stellt sich die Frage nach der geeigneten Methode.
Welche Methode am besten geeignet ist, hängt häufig von der eigenen Erfahrung sowie von Art und Komplexität des Projekts ab.

1. Aufgabenliste: einfach, aber begrenzt
Eine Aufgabenliste ist die einfachste Form der Terminplanung.
Dabei werden die Aufgaben der einzelnen Teammitglieder aufgelistet, beispielsweise in einer Tabellenkalkulation oder einem Textverarbeitungsprogramm.
Durch ihre Einfachheit eignet sich diese Methode gut für kleinere Projekte. Bei größeren Projekten mit zahlreichen Aufgaben, Abhängigkeiten und Ressourcen stößt sie jedoch schnell an ihre Grenzen.
Insbesondere Zusammenarbeit und Kommentierung können schwierig werden, wenn die Liste nicht webbasiert verfügbar ist. Eine fehlende Versionsverwaltung kann außerdem zu Fehlern, Produktivitätsverlusten und mehreren parallel verwendeten Dokumentversionen führen.
Ohne Integration in ein übergeordnetes System werden manuelle Aktualisierungen zunehmend aufwendig und der Projektfortschritt lässt sich nur schwer zuverlässig verfolgen.
Für eine visuellere Darstellung können Aufgaben beispielsweise in einem Gantt-Diagramm dargestellt werden.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Schnell und einfach einzurichten | Keine Gesamtübersicht über den Projektzeitplan |
| Microsoft Office kann ausreichend sein | Eingeschränkte Zusammenarbeit |
| Einfache Aufgabenzuweisung | Keine Versionshistorie |
| Fortschritt lässt sich nicht zuverlässig in Echtzeit verfolgen |

2. Gantt-Diagramm: Projekttermine auf einen Blick
Ein Gantt-Diagramm stellt jede Aufgabe des Projektzeitplans als horizontalen Balken entlang einer Zeitachse dar. Dadurch lassen sich Starttermine, Dauer und Überschneidungen auf einen Blick erkennen.
Jeder Balken steht für eine Aufgabe. Seine Länge zeigt die Dauer der Aufgabe, während seine Position verdeutlicht, wann sie im Verhältnis zu den übrigen Aufgaben beginnt und endet.
Nehmen wir eine Produkteinführung mit drei Aufgaben als Beispiel:
- „Design finalisieren“ – 2 Wochen;
- „Prototyp erstellen“ – 3 Wochen, nach Abschluss des Designs;
- „Benutzertests“ – 2 Wochen, nachdem der Prototyp fertiggestellt wurde.
In einem Gantt-Diagramm liegen diese drei Balken hintereinander. Auf einen Blick wird sichtbar, dass die gesamte Abfolge sieben Wochen dauert. Verzögert sich das Design um eine Woche, lässt sich unmittelbar erkennen, welche nachgelagerten Aufgaben ebenfalls verschoben werden.
Die meisten modernen Projektmanagementlösungen, darunter Cerri Project, ermöglichen es, Gantt-Diagramme direkt aus der Aufgabenliste zu erstellen und zu aktualisieren. Abhängigkeiten, kritischer Pfad und projektübergreifende Zeitpläne können dabei direkt integriert werden. Das Gantt-Diagramm bleibt dadurch automatisch mit dem Projektplan synchronisiert, anstatt als statische Darstellung manuell gepflegt werden zu müssen.
Wird ein Gantt-Diagramm dagegen außerhalb eines integrierten Projektmanagementsystems verwendet, entstehen ähnliche Nachteile wie bei einer einfachen Aufgabenliste: eingeschränkte Zusammenarbeit, fehlende Versionsverwaltung und Schwierigkeiten bei der Echtzeitverfolgung des Projektfortschritts.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Für zahlreiche Branchen und Projekttypen geeignet | Als eigenständiges Werkzeug ohne Projektmanagementsystem nur begrenzt aussagekräftig |
| Klare Visualisierung des Fortschritts | Keine Versionshistorie |
| Präzise Terminplanung und Darstellung von Abhängigkeiten | Eingeschränkte Zusammenarbeit |
| Sehr flexibel anpassbar | Fortschritt lässt sich nur schwer in Echtzeit verfolgen |
| Kann in Microsoft Excel oder einem Projektmanagementsystem erstellt werden | |
| Erleichtert die Zuweisung von Aufgaben zu Ressourcen |

3. Kanban: Aufgabenfortschritt visuell steuern
Kanban hat seinen Ursprung in japanischen Produktionsprozessen und ist eine visuelle Methode zur Steuerung von Aufgaben durch verschiedene Bearbeitungsphasen.
Im Mittelpunkt steht ein physisches oder digitales Board, auf dem Aufgaben durch Karten dargestellt werden. Diese Karten bewegen sich durch verschiedene Spalten, beispielsweise „Zu erledigen“, „In Bearbeitung“ und „Erledigt“.
Ein wesentlicher Bestandteil der Methode besteht darin, die Anzahl gleichzeitig bearbeiteter Aufgaben zu begrenzen. Diese sogenannten Work-in-Progress-Limits (WIP-Limits) sollen die Effizienz verbessern und einen gleichmäßigeren Arbeitsfluss ermöglichen.
Kanban-Boards sind sehr flexibel und lassen sich an unterschiedliche Projekte und Arbeitsabläufe anpassen. Die visuelle Darstellung ermöglicht einen schnellen Überblick über Aufgabenstatus, Engpässe und den gesamten Arbeitsfluss.
Durch die Integration in Projektmanagementsoftware stehen zusätzlich Funktionen wie Zusammenarbeit, Kommentare und Echtzeitaktualisierungen zur Verfügung.
Im Gegensatz zu Gantt-Diagrammen konzentriert sich Kanban jedoch weniger auf Aufgabendauern und feste Termine. Die Methode eignet sich daher insbesondere für kontinuierliche Prozesse oder Projekte, bei denen Flexibilität wichtiger ist als ein streng terminierter Ablauf.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Klare Sicht auf Aufgabenstatus und Engpässe | Weniger Fokus auf Aufgabendauer und feste Termine |
| Unterstützt kontinuierliche Lieferung und Verbesserung | Kann bei großen Projekten schnell unübersichtlich werden |
| Sehr flexibel an unterschiedliche Prozesse anpassbar | Erfordert regelmäßige Überprüfung und Anpassung |
| Unterstützt Zusammenarbeit auf integrierten digitalen Plattformen | Weniger geeignet für Projekte mit strikt phasenbasierter Steuerung |
| Unterstützt Priorisierung durch WIP-Limits | |
| Reduziert Multitasking und fördert die Fertigstellung von Aufgaben |

4. Kalender: Aufgaben entlang einer Zeitachse darstellen
Die Verwendung eines Kalenders für die Projektterminplanung ist intuitiv, wird jedoch häufig unterschätzt.
Viele Kalenderanwendungen ermöglichen die Erstellung separater Kalender für einzelne Projekte. Werden Aufgaben als Termine oder Ereignisse eingetragen, entsteht eine visuelle Darstellung des gesamten Projektverlaufs.
Freigabe- und Sharing-Funktionen erleichtern außerdem die Abstimmung innerhalb des Teams.
Trotz dieser Vorteile sind Kalender bei der Aufgabenzuweisung und der Darstellung von Abhängigkeiten nur eingeschränkt geeignet.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Klare zeitliche Darstellung der Aufgaben | Eingeschränkte Möglichkeiten zur Aufgabenzuweisung |
| Sehr flexibel | Keine Darstellung von Aufgabenabhängigkeiten |
| Einfach mit Teammitgliedern zu teilen |
Kapitel 3: Projektmanagementsoftware verstehen

Projektmanagementsysteme verfügen in der Regel über Terminplanungswerkzeuge wie Gantt-Diagramme sowie Funktionen für Projektstrukturierung und Ressourcenmanagement.
Wer Projektmanagementsoftware einsetzen möchte, sollte die verschiedenen Lösungskategorien kennen, um die eigenen Anforderungen mit den richtigen Funktionen abzudecken.
Grundsätzlich lassen sich fünf wichtige Kategorien von Projektmanagement- (PM) und Projektportfoliomanagement-Lösungen (PPM) unterscheiden:
| Kategorie | Definition |
|---|---|
| Projektzusammenarbeit | Konzentriert sich auf Kommunikation und den Austausch projektbezogener Informationen, Dokumente und Nachrichten, um die Zusammenarbeit und Projektergebnisse zu verbessern. |
| Projektmanagement | Ein „Bottom-up“-Ansatz zur Verwaltung von Ressourcen, Terminen, Projektumfang, Budget und Aktivitäten. Im Mittelpunkt steht die Erreichung definierter Ergebnisse innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens. |
| Enterprise Project Management (EPM) | Verfolgt einen umfassenderen Ansatz und berücksichtigt die Auswirkungen von Projekten auf Menschen, Prozesse und Unternehmensziele. Ziel ist ein Projektmanagementumfeld, das miteinander verknüpfte Ziele und begrenzt verfügbare Ressourcen berücksichtigt. |
| Professional Services Automation (PSA) | Unterstützt den gesamten Lebenszyklus dienstleistungsorientierter Projekte – vom Vertrieb über CRM und Projektdurchführung bis hin zu Zeiterfassung, Abrechnung, Fakturierung und Buchhaltungsintegration. |
| Project Portfolio Management (PPM) | Verfolgt einen „Top-down“-Ansatz, um sicherzustellen, dass sowohl geplante als auch laufende Projekte mit den Unternehmenszielen übereinstimmen. Projekte werden unter anderem anhand verfügbarer Ressourcen und übergeordneter Ziele in Portfolios organisiert. |
Kapitel 4: Kurse und Zertifizierungen

Untersuchungen zeigen, dass ein erheblicher Anteil von Projekten aufgrund unzureichender Terminplanung Schwierigkeiten bekommt. Gleichzeitig unterschätzen viele Organisationen die Bedeutung eines strukturierten Planungsprozesses.
Werkzeuge wie Projektmanagementsoftware können die Terminplanung erheblich unterstützen. Dennoch zeigen solche Ergebnisse, dass Werkzeuge allein nicht ausreichen.
Wer sein Wissen in diesem Bereich vertieft, verbessert nicht nur sein Verständnis, sondern kann auch einen größeren Beitrag zum Projekterfolg leisten. Für Projektmanagement-Fachkräfte sind fundierte Kenntnisse in der Terminplanung daher ein wertvoller Vorteil.
Möglichkeiten zur Zertifizierung
Es gibt verschiedene Wege, eine Zertifizierung im Bereich Projektterminplanung zu erwerben.
Eine Möglichkeit besteht darin, Hochschulen oder andere Bildungseinrichtungen zu suchen, die Projektmanagement-Zertifizierungen anbieten. Diese enthalten häufig spezialisierte Kurse zur Terminplanung.
Durch Online-Angebote lässt sich die Suche heute problemlos auch auf Bildungseinrichtungen außerhalb der eigenen Region ausweiten.
Darüber hinaus ist das Project Management Institute (PMI) eine der bekanntesten und angesehensten Organisationen im Bereich Projektmanagement.
Kurse und Zertifizierungen
- PMI Scheduling Professional (PMI-SP)
- APMG International – Project Planning & Control
Kapitel 5: FAQ
Was ist ein Projektzeitplan im Projektmanagement?
Ein Projektzeitplan beschreibt die auszuführenden Aufgaben, ihre Dauer, Start- und Endtermine, die zugewiesenen Teammitglieder sowie den gesamten zeitlichen Ablauf bis zum Projektabschluss. Er dient als zeitliche Orientierung für die Durchführung des Projekts.
Wie viele Meilensteine sollte ein Projektzeitplan enthalten?
Es gibt keine feste Anzahl. Meilensteine sollten wichtige Fortschrittspunkte des Projekts abbilden. Gleichzeitig können sie dem Team als konkrete kurzfristige Zwischenziele dienen.
Was ist ein Gantt-Diagramm im Projektmanagement?
Ein Gantt-Diagramm ist eine grafische Darstellung von Aufgaben und ihren jeweiligen Zeiträumen. Dadurch bietet es einen klaren Überblick über Projektzeitplan und Termine.
Wo finde ich Vorlagen für Gantt-Diagramme?
Online stehen zahlreiche kostenlose Vorlagen zur Verfügung. PPM-Lösungen verfügen außerdem üblicherweise über integrierte Gantt-Funktionen.
Kann ein Projektzeitplan geändert werden?
Ja. Projektzeitpläne sollten dynamisch sein und regelmäßig aktualisiert werden, um Änderungen im Projekt abzubilden.
Ist eine Zertifizierung erforderlich, um Projektmanager zu werden?
Nicht unbedingt. Für manche Positionen wird eine Zertifizierung bevorzugt oder vorausgesetzt, für viele Projektmanagementrollen ist sie jedoch keine zwingende Voraussetzung.
Sind Meilensteine in einem Projekt notwendig?
Ja. Meilensteine sind wichtige Orientierungspunkte, um den Projektfortschritt zu bewerten und zu verfolgen.
Wofür steht WBS?
WBS (Work Breakdown Structure) bezeichnet die hierarchische Aufgliederung eines Projekts in einzelne Ergebnisse, Arbeitspakete und Aufgaben, um die Planung und Durchführung zu erleichtern.
Sind Projektzeitplan und Projektmanagementplan dasselbe?
Nein. Der Projektzeitplan konzentriert sich auf konkrete Termine, Fristen und Dauern.
Der Projektmanagementplan ist umfassender und beinhaltet unter anderem Ziele, Projektumfang, Budget und den Projektzeitplan selbst.
Kann sich der kritische Pfad verändern?
Ja. Der kritische Pfad basiert auf den Dauern und zeitlichen Beziehungen der Projektaufgaben. Änderungen an Start- oder Endterminen können daher auch den kritischen Pfad verändern.
Was ist eine „Roadmap“ im Projektmanagement?
Eine Roadmap ist eine visuelle Darstellung der wichtigsten Projektziele und Ergebnisse entlang eines bestimmten Zeitraums.
Was bedeutet „Schedule Variance“ im Projektmanagement?
Die Terminabweichung (Schedule Variance) ist eine Kennzahl, anhand derer beurteilt werden kann, ob ein Projekt gegenüber dem geplanten Zeitverlauf vor- oder zurückliegt.
Kapitel 6: Ressourcen
Weiterführende Informationen
Project Management Body of Knowledge (PMBOK Guide) Das Standardreferenzwerk des PMI für Terminplanungsbegriffe und die Critical Path Method.
Critical Path Method Ein Überblick über CPM und eine hilfreiche Einführung in Ergänzung zu Kapitel 1.
PMI Scheduling Professional (PMI-SP)® Der Zertifizierungsweg für Fachkräfte, die sich auf Projektterminplanung spezialisieren möchten.
Kapitel 7: Glossar
Agiles Projektmanagement: Überträgt Prinzipien der agilen Softwareentwicklung auf das Projektmanagement und setzt unter anderem auf iterative Entwicklung, Zusammenarbeit im Team, Einbindung der Stakeholder, objektive Kennzahlen und wirksame Steuerung.
Allokation: Strategische Zuweisung verfügbarer Ressourcen zur Optimierung der Ergebnisse.
Änderungsauswirkung (Change Impact): Beschreibt, wie sich Änderungen im Projekt auf Kosten, Termine und Ressourcenzuweisungen auswirken.
Change Management: Managementdisziplin zur Steuerung organisatorischer Veränderungen und zur Entwicklung geeigneter Methoden und Prozesse für deren Umsetzung.
Critical Chain Project Management (CCPM): Ansatz zur Projektplanung und -steuerung, bei dem die für die Durchführung von Projektaufgaben benötigten Ressourcen besonders berücksichtigt werden.
Kritischer Pfad: Die längste zusammenhängende Kette von Aktivitäten innerhalb eines Projekts, die termingerecht abgeschlossen werden müssen, damit das Projekt zum vorgesehenen Termin beendet werden kann.
Aktivität auf dem kritischen Pfad: Eine Aufgabe, die unmittelbar auf dem kritischen Pfad eines Projekts liegt.
Kritische-Pfad-Analyse: Methode zur Identifizierung und Bewertung der längsten Aufgabensequenz eines Projekts einschließlich der vorhandenen Zeitpuffer.
Critical Path Method: Methode zur Bestimmung der kürzestmöglichen Projektdauer und der zeitlichen Flexibilität verschiedener Pfade innerhalb des Terminplans.
Abhängigkeit: Beziehung zwischen zwei Aufgaben oder zwischen einer Aufgabe und einem wichtigen Projektpunkt.
Dauer: Gesamter Kalenderzeitraum zwischen Beginn und Abschluss einer Aufgabe.
Liefergegenstand (Deliverable): Eindeutiges und überprüfbares Ergebnis, Produkt oder Fähigkeit, das bzw. die aus einem Prozess, einer Phase oder einem Projekt hervorgeht.
Earned Schedule: Weiterentwicklung der Grundsätze und Verfahren des Earned Value Management (EVM) mit Schwerpunkt auf der zeitlichen Leistung.
Earned Value: Budgetierter Wert der bereits abgeschlossenen Arbeit, ausgedrückt beispielsweise in finanziellen Werten oder Arbeitsstunden und genutzt als Fortschrittsindikator.
Estimate to Complete: Prognostizierte Kosten, Arbeitsstunden oder Mengen, die für den Abschluss des definierten Projektumfangs noch benötigt werden.
Puffer (Float): Zeitlicher Spielraum, innerhalb dessen eine Aufgabe verschoben werden kann. Dazu gehören unter anderem Gesamtpuffer und freier Puffer.
Gantt-Diagramm: Grafische Darstellung eines Projektzeitplans, bei der Aktivitäten auf der vertikalen Achse, Termine auf der horizontalen Achse und Aufgabendauern als horizontale Balken zwischen Start- und Endtermin dargestellt werden.
Governance: Gesamtheit der Richtlinien, Regeln, Funktionen, Prozesse und Verantwortlichkeiten, mit denen Projekte, Programme oder Portfolios aufgebaut, gesteuert und überwacht werden.
Kickoff-Meeting: Erstes gemeinsames Treffen des Projektteams und des Projektkunden bzw. Auftraggebers.
Spätestes Ende (Late Finish): Spätester Zeitpunkt, zu dem eine Aktivität abgeschlossen werden kann, ohne den geplanten Projektendtermin zu verzögern.
Spätester Anfang (Late Start): Spätester Zeitpunkt, zu dem eine Aktivität beginnen kann, ohne den angestrebten Projektendtermin zu gefährden.
Linear Scheduling Method (LSM): Visuelle Terminplanungsmethode, die auf eine kontinuierliche Ressourcennutzung bei sich wiederholenden Tätigkeiten ausgerichtet ist.
Line of Balance: Terminplanungsmethode für sich wiederholende Liefer- oder Produktionsabläufe, die insbesondere den Übergang von Ressourcenteams zwischen einzelnen Einheiten sichtbar macht.
Meilenstein: Bedeutendes Ereignis oder wichtiger Orientierungspunkt innerhalb eines Projekts, Programms oder Portfolios.
PERT: Statistische Projektmanagementmethode (Program or Project Evaluation and Review Technique) zur Analyse und Darstellung der für ein Projekt erforderlichen Aufgaben.
Planung: Strukturierter Prozess zur Erstellung und Pflege eines Plans sowie zur gedanklichen Festlegung der notwendigen Schritte, um ein gewünschtes Ergebnis zu erreichen.
Prozess: Fortlaufende Reihe von Aktivitäten mit definierten Eingaben, Ergebnissen und Mechanismen zur Umwandlung der Eingaben in Ergebnisse.
Projektplan: Offizielles, genehmigtes Dokument, das als Grundlage für die Durchführung und Steuerung eines Projekts dient.
Projekt: Zeitlich begrenztes Vorhaben mit dem Ziel, ein einzigartiges Produkt, eine Dienstleistung oder ein Ergebnis zu schaffen.
Projektmanagement: Gesamtheit der Aufgaben, Methoden und Werkzeuge, die während des Lebenszyklus eines Projekts eingesetzt werden.
Project Management Office (PMO): Zentrale Einheit innerhalb einer Organisation, die Standards und Praktiken für das Projektmanagement definiert und deren Anwendung unterstützt bzw. sicherstellt.
Projektteam: Kerngruppe, die für die Leitung und Durchführung eines Projekts verantwortlich ist.
Projektzeitplan: Detaillierte Darstellung der Meilensteine, Aufgaben und Liefergegenstände eines Projekts, üblicherweise mit definierten Start- und Endterminen.
Ressourcen: Für die Durchführung eines Projekts benötigte Elemente wie Personal, Software, Werkzeuge, finanzielle Mittel, Materialien und Arbeitsräume.
Ressourcenverfügbarkeit: Verfügbarkeit einer Ressource innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
Ressourcenterminplanung: Methoden zur Bestimmung, welche Ressourcen für eine Aufgabe benötigt werden und wann sie zur Verfügung stehen müssen.
Risikomanagement: Fachgebiet zur Identifikation, Bewertung und Steuerung unterschiedlicher Risiken.
Terminplan-Baseline (Schedule Baseline): Genehmigtes Terminplanmodell, das nur über formalisierte Verfahren geändert werden darf und als Referenz für die Bewertung tatsächlicher Ergebnisse dient.
Terminplankomprimierung (Schedule Compression): Methoden zur Verkürzung der Projektdauer, ohne den Projektumfang zu reduzieren.
Terminmanagementplan (Schedule Management Plan): Bestandteil des übergeordneten Projekt- oder Programmmanagementplans, der beschreibt, wie der Terminplan entwickelt, überwacht und gesteuert wird.
Terminplanmodell (Schedule Model): Darstellung der geplanten Projektaktivitäten einschließlich ihrer Dauer und Abhängigkeiten.
Terminplanmodellanalyse (Schedule Model Analysis): Analyse der Ergebnisse eines Terminplanmodells zur Optimierung und Verbesserung des Projektzeitplans.
Schedule Performance Index: Kennzahl zur Bewertung der Terminleistung, berechnet als Verhältnis von Earned Value zu Planned Value.
Schedule Variance: Kennzahl der Terminleistung, die sich aus der Differenz zwischen Earned Value und Planned Value ergibt.
Projektumfang (Scope): Gesamtheit der Arbeiten, die notwendig sind, um ein bestimmtes Ergebnis mit definierten Eigenschaften und Funktionen zu erstellen.
Slip Chart: Visuelle Darstellung, die prognostizierte Fertigstellungstermine von Aufgaben oder Meilensteinen mit den ursprünglich geplanten Endterminen vergleicht.
Stakeholder: Person oder Organisation mit einem Interesse am Ergebnis des Projekts.
Aufgabe: Konkrete Aktivität, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums abgeschlossen werden muss und zur Erreichung übergeordneter Ziele beiträgt.
Zeitplanung: Methoden zur Erstellung und Darstellung von Zeitplänen, welche die zeitliche Reihenfolge von Arbeiten abbilden.
Timeline: Chronologische Darstellung von Ereignissen, die im Projektmanagement auch als Projektartefakt betrachtet werden kann.
WBS (Work Breakdown Structure): Hierarchische Aufgliederung des gesamten Projektumfangs, die dem Projektteam dabei hilft, die Projektziele zu erreichen und die erforderlichen Ergebnisse zu erstellen.
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